GSG Robots marschieren weiter ins Europafinale

Die GSG Robots machen die Sensation perfekt. Im Semifinale Middle der First Lego League (dem Zentraleuropahalbfinale der FLL) erreichte das Robotik-Team des Geschwister-Scholl-Gymnasiums am Samstag, den 15.02.2020 in Regensburg überraschend den ersten Platz in der Gesamtwertung (FLL-Champion) und qualifiziert sich damit für das Europafinale am 06.-07.03.2020 in Offenburg.

Dies ist das zweite Mal nach der Saison 2016/2017, dass sich die eingespielte Turniermannschaft damit auf nationaler Ebene durchsetzen konnte und hält damit alle Chancen auf einen Einzug in eins der Weltfinals offen.

Nachdem die GSG Robots den Regionalwettbewerb in Nürnberg dominiert und in allen Wertungskategorien den ersten Platz erreicht hatten (5 Pokale), waren die Erwartungen natürlich sehr groß. Doch die Erfahrungen der letzten Jahre, in denen sich das Team regelmäßig für das Semifinale qualifizieren konnte, lehrte, dass auf dieser überregionalen Ebene ein ganz anders Niveau herrscht. Die besten Teams aus den Regionalwettbewerben treffen hier aufeinander und nur 3 von 19 Teams qualifizieren sich für die nächste Runde.

Die letzten Jahre sprangen dabei ein achter, ein siebter, ein fünfter, ein vierter und nur einmal ein dritter Platz heraus, der uns in der Folge ins Weltfinale nach Dänemark führte.

Doch im Robotgame konnten die angepeilten 555 Punkte leider nicht annähernd abgerufen werden. Nur 380 Punkte erzielte der Wettbewerbsroboter und damit plazierten sich die GSG Robots nur auf dem achten Platz.

Der Traum vom Erreichen von einem der drei begehrten Qualifikationsplätze war damit schon fast geplatzt.

Bei der abschließenden Siegerehrung keimte dann plötzlich doch noch Hoffnung auf:

  • Über einen unerwarteten 2. Platz in der Teamwork-Wertung freute sich das Team sichtlich
  • Der erste Platz für die beste Forschungspräsentation wurde mit Jubel quittiert
  • Die bei der starken Konkurrenz völlig unerwartete zweite Platzierung im Robot-Design hinterließ ungläubige Gesichter

Sollte das Wunder doch noch in greifbarer Nähe für uns sein?

Dann wurden die ersten drei Plätze aufgerufen:

Dritter Platz erreichte das Team „Systemadministrator“, zweiter Platz ging an „Go Robot“. Und dann die Erlösung: Erster Platz in der Gesamtwertung geht an unsere GSG Robots. Freudentaumel, Umarmungen, Schluchzer und ausgelassenes Herumspringen! Alle Dämme brachen und die Lautstärke der Jubelschreie war ohrenbetäubend.

Das Tüpfelchen auf dem i war die Anreise vom ehemaligen Mitglied (mittlerweile Co-Coach) „Papa“- Mathias Gorges und von Frau Bechtel, die trotz Elternzeit mit Mann und Kind vor Ort war, um das Team zu komplettieren.

Besonders freut mich der große Erfolg aber für die beiden Teammitglieder Anton Geburek und Julian Heines, für die es altersbedingt die letzte FLL-Saison ist. Anton ist das letzte aktive Gründungsmitglied der AG und war über die vielen Jahre hinweg maßgeblich an dem großen Erfolg der Mannschaft beteiligt. Nicht nur die Programmierung und die Weiterentwicklung des Wettbewerbsroboters, sowie die Organisation des Teams wurde von ihm nachhaltig geprägt. Auch auf zwischenmenschlicher Ebene entwickelte Anton ein tolles Gespür für die jeweilige Situation und seine Teammitglieder. Klare Ansagen auf der einen, aber auch einfühlsames Aufbauen in schwierigen Situationen auf der anderen Seite, zeichnen ihn aus.

Doch die tolle Atmosphäre und der besondere Zusammenhalt in der Mannschaft sind nicht nur sein Verdienst. Jeder einzelne der 12 Schüler*Innen der Kernmannschaft (Julian und David Heines, David Ansel, Hannah Windecker, Jannis Grüning, Tina Glauz, Tibor Engi, Gil Schneider, Maria Polyntsov, Mitthillan Sanjeev, Nikolaj Helfenfinger und Anton Geburek) bringen einzigartige Talente und Kompetenzen mit ein, die sie einfach zu einem ganz „besonderen Haufen“ machen.

Als Coach empfinde ich großen Stolz auf die vom Team geleistete Arbeit, aber auch ein bisschen Sorge schwingt für mich mit, ob wir die finanziellen Herausforderungen (Anreise, Übernachtungen usw.), die eine möglich Teilnahme am Weltfinale mit sich bringen, stemmen werden können. Ab morgen werden wir uns auf Sponsorensuche begeben müssen, denn eins ist sicher:

Mit der Teilnahme am Europafinale werden wir uns nicht zufrieden geben, wir haben noch lange nicht genug…

G.Schön, J.Bechtel, M.Gorges

   
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