Besuch im Tierheim Ludwigshafen

Am 07.03.2018 waren wir, die Religionsklasse 7a/b, mit unserem Lehrer Herrn Kreß im Tierheim Ludwigshafen. Dort übergaben wir der Leitung eine Spende von 465 Euro, die wir am 05.02.2018 und 07.02.2018 gesammelt hatten.

Das Geld wird hauptsächlich für das Futter und die Tierarztkosten verwendet. Auch gerne als Spenden gesehen sind alte Decken , Bettdecken, Tücher und Handtücher.

Insgesamt leben dort ca. 250 Tiere.  Davon sind ca. 30 Hunde, 70 Katzen und 150 Kleintiere wie harmlose Schlangen, Spinnen,Vögel und Meerschweinchen. Aber auch ein Minischwein lebt dort. Meistens sind dies Fundtiere, die ausgesetzt oder in Tüten und Transportboxen vor das Heim gehängt oder gestellt worden sind. Es kommt auch vor, dass die  Tiere irgendwo angebunden und zurückgelassen oder im extremen Fall einfach über den Zaun geschmissen werden.

Die Tiere leben in großen geräumigen Boxen, maximal zu sechst und auch nur wenn sie sich gut verstehen.  Die Sau lebt in einem leeren Gartenhaus mit einem großen Schlammloch davor. An den Boxen hängen Zettel mit Name, Fundort, Geschlecht, Rasse und geschätztem Alter. Die Namen bekommen die Tiere von den Mitarbeitern.

Tiere die zurückgegeben werden, werden nur aus Ludwigshafen angenommen und zuerst auf eine Warteliste gesetzt, da das Heim überfüllt ist.

Die neuen Katzen kommen zuerst in Quarantäne, die neuen Hunde in den Zwinger. Da haben sie zwar keinen Auslauf, bleiben aber auch nur so lange allein bis sie untersucht, von Ungeziefer befreit, geimpft, gechipt und kastriert worden sind.

Man kann nur kastrierte Tiere kaufen, da diese sich sonst zu stark vermehren würden. Eine Katze kostet 100 Euro und ein Hund 150 – 300 Euro. Diese sind dann kastriert, geimpft und gechipt. Bevor man das Tier mit nach Hause nehmen kann kommt ein Mitarbeiter und kümmert sich um das zukünftige Wohlergehen des Tieres.

Die Katzen leben dort im Haus und können zu bestimmten Zeiten hinaus ins Freie. Die Hunde leben im Außengehege meist allein, da fast alle Hunde Problemhunde sind. Die Außengehege sind durch einen Gang mit dem Haus verbunden, den die Tiere jederzeit nutzen können. Tagsüber kommen die Hunde in den Auslauf.

In einem extra Haus sind die Langzeitkatzen untergebracht. Meistens sind das ältere und kranke Tiere, die schon länger da sind und nicht mehr adoptiert werden. Untertage können diese nach Lust und Laune ins Freie gehen oder auch im Zimmer bleiben, welches so realistisch wie möglichst mit Bett und Tisch als ein Schlafzimmer eingerichtet wurde, damit die Katzen das Gefühl haben, sie seien nicht im Heim, sondern in einem echten Zuhause. Nachts gehen sie rein und die Türen werden geschlossen.

Für solche Tiere kann man Tierpate werden. Man füllt einfach im Internet ein Formular aus und bezahlt 5 Euro monatlich, oder alles auf einmal für das ganze Jahr. Je nach Umständen kann man das Tier auch besuchen kommen. Wenn man Mitglied werden möchte, bezahlt man 30 Euro jährlich und geht einmal im Jahr zu einer Mitgliedsveranstaltung, wo über verschiedene Themen wie Finanzierungen und Renovierungen diskutiert wird.

Wenn man volljährig ist kann man den Festangestellten ehrenamtlich helfen. Allerdings werden nur Helfer genommen, die regelmäßig kommen um zu helfen. Davor muss man durch eine Schulung gehen, da es viele schwierige Tiere gibt die dort leben. Minderjährige können evtl. auch mithelfen, benötigen dazu jedoch aus Versicherungsgründen eine Aufsichtsperson.

Beim Putzen müssen die Säuberungskräfte einen Schutz tragen, damit sie eventuelle Krankheitserreger nicht von einer Box zur anderen übertragen.

Das Tierheim Ludwigshafen ist keine Tierpension, nimmt aber Ausnahmefälle an, wenn andere Pensionen die Tiere nicht aufnehmen, weil diese einen eigenen Charakter haben und bzw. oder speziell behandelt werden müssen.

Einmal im Jahr wird eine Tierweihnacht mit Glühwein, Punsch und Essen gefeiert.

Über jegliche Spenden aller Art wird gebeten und werden mit großer Freude angenommen. 

Das Tierheim liegt in Ludwigshafen in der Wollstraße 135b. Die Telefonnummer lautet:0621 / 55 3000.

Man kann aber auch eine E-Mail an die Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! schicken.

   
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