Besuch der Universität Landau

Am 18.03.2019 war meine Klasse 10d zusammen mit Herrn Jahn im Rahmen einer Studie für die Doktorarbeit der in Landau promovierenden Frau Schad. Nach der Anreise mit Bus und Bahn, bei der wir an einem coolen Zoo vorbeikamen, wurden wir im Atrium der Universität von Frau Schad in ein Klassenzimmer geführt. Das Besondere dabei war, dass wir während der Experimente dauerhaft gefilmt wurden und diese Filme die Grundlage für die Auswertung ihrer Studie sind.

Frau Schad hatte uns schon in der vorherigen Woche eine Unterrichtsstunde besucht und uns die grundlegenden physikalischen Gesetze, welche wir in den Experimenten untersuchten, erklärt. Ich fand es interessant, neue physikalische Gesetze kennenzulernen und ich kann mich auch noch jetzt gut an sie erinnern. Unter anderen ging es um das Gesetz von Bernoulli, welches sich mit Druck und wie er sich in verschieden engen Räumen verändert beschäftigt, und um das Wechselwirkungsgesetz, welches beschreibt, dass wenn zwei Körper aufeinandertreffen, auf beide die gleich große Kraft aber in entgegengesetzter Richtung wirkt. Mithilfe dieser frisch gelernten Gesetze füllten wir dann gegen Ende einen Vortest zur Studie aus. Die meisten Fragen hatten jedoch den gleichen Inhalt und waren einfach nur anders formuliert, was den Fragebogen ab der Hälfte mehr als nur langweilig machte.

Aber zurück zu dem eigentlichen Experiment. Die Studie beschäftige sich allgemein gesagt damit, wie eine Gruppe von Schülern einen vorgegebenen Versuchsablauf umsetzt. Wie Frau Schad uns erst am Ende des Experimentes offenbarte, hatte die eine Hälfte der Gruppen einen anderen Versuchsablauf als die andere vorgelegt bekommen, was ich ziemlich interessant fand. Das Experiment an sich beschäftige sich mit der Erklärung dafür, warum Flugzeuge zum Fliegen in der Lage sind. Dabei sollten wir in drei Versuchen jeweils eines der physikalischen Gesetze nutzen, die wir zuvor gelernt hatten. Wir arbeiteten nach einer für meinen Geschmack zu ausführlichen Versuchsanleitung und untersuchten beispielsweise mit einem Föhn, welche Auswirkung die Form und Ausrichtung der Flügel auf den Auftrieb des Flugzeugs hat. Obwohl ich Spaß bei den Experimenten hatte, waren mir die Experimente zu ähnlich, was daran liegen könnte, dass meine Gruppe das erste Experiment aus Versehen zusammen mit dem zweiten gemacht hatte. Aber auch das Ergebnis dritten war aus meiner Sicht ziemlich offensichtlich.

Schließlich sollte jede Gruppe noch ein Plakat erstellen, welches mithilfe der gelernten physikalischen Gesetze zusammenfasst, warum ein Flugzeug fliegt, um es dem Rest der Klasse dann vorzustellen. Allerdings kamen aus Zeitgründen dann nur zwei von sechs Gruppen dazu, was etwas deprimierend war.

Als letztes sollten wir dann noch einmal denselben eher leichten Fragebogen wie schon eine Woche zuvor ausfüllen, um zu schauen ob sich unser Verständnis von dem Thema gebessert hat. In der Wissenschaft nennt man diesen Fragebogen am Ende Nachtest.

Das alles mag sich ein wenig negativ anhören, was es jedoch nicht war. Ich hatte eine Menge Spaß und konnte auch neue Dinge lernen. Frau Schad war außerdem offen für Kritik und Verbesserungsvorschläge und ich hatte das Gefühl, dass sie diese auch ernst nahm. Sie hat uns darüber hinaus die Zusendung der Studienergebnisse versprochen. Außerdem war es spannend mitzuerleben, wie eine Studie tatsächlich abläuft und wie komplex die Datenerhebung ist, da wir uns im Unterricht bereits mit physikalischen Studien beschäftigt haben.

Peter Osburg 10d

   
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